Nicht wirklich ein Winterauto! K70 zu Hause.
Allen Unkenrufen zum Trotz habe ich mich entschieden, meinen Plan für das Wochenende durchzuziehen. Plan? Ja. Nach einigen mehr oder weniger interessanten Träumen, die samt und sonders in meiner Heimatstadt Uelzen in Niedersachsen spielten, will ich da nach langer Abstinenz einmal wieder hin. Mein kleines Töchterchen ist Feuer und Flamme (wohl ob der Schlüsselwörter "Schwimmhalle", "Eis" und "Hotel") und erklärt sich fröhlich zur offiziellen Beifahrerin. Schließlich habe sie noch nie in einem Hotel geschlafen, ihr Tigi auch nicht, und ein Papa/Tochter Ausflug sei schon längst wieder einmal dran. Okay. Das sehe ich auch so. Wenn da nicht die schwächelnde Lichtmaschine meines ansonsten treuen Audi V8 wäre. Mit dem können wir nicht fahren, sie ist zwar bestellt, aber noch nicht da und erst recht noch nicht eingebaut. Alternativen? Für den normal Sterblichen keine. Für uns? Nun... in der Garage schläft ein fast 40 Jahre alter, seit 7 Jahren abgemeldeter und seit 1 Jahr nicht bewegter Fronttriebler, eigentlich ein NSU, aber von VW gekauft. Gold. Prinzipiell fahrbereit. Hm... Sollen wir...?????
Jens Tanz: 2010-02-07 23:00:04
Schnee adé! Ich habe die Schnauze voll!
Weiße Weihnachten? Hach - was war das schön. Frostiges Silvester, langsam fahrende Autos, eine in Watte gepackte Welt. Märchenhaft anmutend, irgendwie friedlich, kindlich wunderschön. Diese Wonneausbrüche sind inzwischen 6 Wochen her! Der Winter hat den Norden Deutschlands noch immer gepackt, und was anfangs einen Riesenspaß gemacht hat geht mir inzwischen gehörig auf die Nerven! Es schneit. Und das nicht erst seit gestern. Wer sein Auto einmal ein paar Tage stehen lässt, findet es anschließend kaum wieder. Schnee von oben, schnee von den Schneepflügen (wenn sie denn überhaupt bis in ihr Wohngebiet vorgedrungen sind), Schnee von überall. Der Weg zur Arbeit wird zur Rutschpartie, weil Petrus sich noch ein paar weitere gefährliche Späßchen erlaubt. Tagsüber Tauwetter mit Plusgraden, abends überfriert dann alles wieder. Ich will nicht mehr. Und Sie?
Jens Tanz: 2010-02-04 18:28:30
Audi V8 Quattro - Retter von UPS
"Papa, kann ich noch die Simpsons gucken?" Direkt vor unserer Haustür kurbeln meine kleine Tochter und ich den alten Audi in die letzte, komplett zugeeiste Parklücke mitten in diesem nicht enden wollenden Winter, als mein Blick ein wenig weiter oben in der Straße von einem gruselig beleuchteten Szenario angezogen wird. Das gibt's ja gar nicht. In meinem kleinen Vorörtchen, wo außer Schlaganfällen und wallenden Wogen von Spießigkeit eigentlich nichts passiert, steht ein großer brauner UPS-Laster quer. Kollabiert am verschneiten Hang, quergestellt und mit brachialer Gewalt rückwärts in eine Garteneinfahrt gerutscht. Und auf der Mauer mit dem Heck zum Stehen gekommen. Der perfekte Feierabend für den armen Fahrer. Ein Kollege ward bereits herbeigerufen, emsige Nachbarn schaufeln mit großen Schippen Schnee vom Bug des Paket-Schiffes weg und Sand unter die hilflos drehenden Hinterräder. Neugierig stapfen meine Tochter und ich zum Ort des Geschehens, und ich biete meine Hilfe an. Noch braucht man sie nicht. Noch nicht.
Jens Tanz: 2010-02-01 20:38:45
Willkommen im mobilen Büro!
im multimedialen Deutschland ist alles immer überall möglich. Wir haben uns längst an telefonierende Geschäftsmänner gewöhnt, dank mobilem Internet sind gebloggte hochromantische Sonnenuntergänge minutenaktuell, Handys tätigen interaktiv Geschäfte und kaufen bei ebay und des Eickmann's iphone bekommt beim gemeinsamen Abendessen in Hamburg die Mail von mir, dass ich mich auf's gemeinsame Essen nachher freue. Das Business boomt, im Ei-Bi-Em-bis *lol* schmecken die Wiener Schnitzel und die Zeitschrift "Tomorrow" macht mir unmissverständlich klar, dass ich inzwischen echt retro bin. Was mache ich bloß? Wie bekommt man ohne Smartphone oder ipad seinen erfolgreichen Arbeitsalltag in den Griff? Kein Problem - es gibt ja das mobile Büro!
Jens Tanz: 2010-01-29 15:18:09
Pendeln Akt 1 - Montag früh zur Arbeit!
Manchmal hilft auch kein Kaffee mehr. Es gibt diese Tage, nein, diese Morgende, an denen ich am liebsten im Bett bleiben würde. Besonders, wenn es draußen einfach ununterbrochen kalt, dunkel und nass ist. Was hindert mich eigentlich daran? Ach ja. Ich habe zwei Kinder, die es als wenig vorbildlich ansehen würden, wenn Papa nicht aus der Kiste kommt. Und ich habe einen Job, der mir meistens Spaß macht und nach mir ruft. Heute ganz besonders laut. Zudem aus einer gewissen Entfernung, genauer gesagt aus Flensburg, wo ich um 8.00 Uhr sein muss. Ich teile dieser Tage das Los der vielen 1000 Berufspendler, die sich Tag für Tag und Morgen für Morgen aus ihren Betten quälen, um ihre Arbeit zu verrichten. Was extra schlimm zwischen November und Februar ist, denn in diesen Monaten gestaltet sich die Umgebung dunkel und kalt. Januar. Jetzt. Der Weihnachtsglanz ist verloschen, die Ferien sind vorbei und der Frühling ist noch weit weg. Seit Wochen liegt Schnee in Schleswig-Holstein und die Eiskratzer gehen weg wie Oblaten beim Abendmahl. Aber fangen wir vorne an.
Jens Tanz: 2010-01-19 23:08:09
Error 31 - das Jahr fängt ja gut an.
Prolog: Ich mag keine komplizierte, anfällige Elektronik.
Das Jahr ist noch jung. Verschiedene Highlights des vergangenen Jahres im Kopf aufarbeitend brause ich über die A7 runter mit dem festen Vorsatz, endlich einmal pünktlich und ohne Stau in Hamburg zu sein... "16.00 Uhr" dreht es sich durch meinen Kopf, während ich, noch gut im (mit der heißen Nadel gestrickten) Zeitplan, zügig voran gleite. Drei CDs mit 300 Titeln 80er Jahre Musik im Wechsler orgeln den Synthipop einer vergangenen Epoche, mir ist deutlich mehr nach MeatLoaf. Dafür muss die Weihnachts-CD im Radioschacht raus und die Scheibe aus dem Handschuhfach rein. Nichts leichter als das, mag man meinen. Aber nein. Mit dem Drücken des Eject-Knopfes fängt der ganze Spaß ja erst an...
Jens Tanz: 2010-01-15 11:11:22
Eine echte Männerwette
Himmel, wie viele Klischees kann man eigentlich bedienen, wenn man ein Mann ist und ein eigentlich zu großes Auto fährt? Wollen Sie gleich alle Klassiker auf einmal? Ja? Also: Als Mann (und ich behaupte, einer zu sein) mit Autoaffinität ist man(n) ohnehin umgehend in der komfortablen Schublade der ECHTEN Männer. Es wird demnach behauptet: Ich grille gern Fleisch, gucke Formel 1 und Bundesliga, bin wortkarg und gefühlsarm und zeige generelle frauenfeindliche Tendenzen. Genau! Dass ich außerdem ein sehr großes, altes Auto mit einem noch größeren Motor fahre liegt natürlich daran, dass ich damit andere Dinge kompensieren muss. Richtig! Und beim Einparken bin ich sowieso der König, weil alle Frauen das ja nicht können. Noch nie konnten. Klar! Wird Ihnen schon schlecht? Mir auch. Umso charmanter klingt die Wette meines Kollegen, der mit seinem Ford Focus schmollend die gezeigte teuer angemietete Parklücke gemieden hat, weil er glaubte, dort nicht rein zu passen...
Jens Tanz: 2010-01-12 15:19:51
Hey - ich kann mein Kennzeichen behalten!
Heute Morgen dachte ich noch, dass es sich um einen Scherz handele. Allerdings haben wir heute kein Scherzdatum. Ich schob es auf meine Müdigkeit, erster Schultag nach den Weihnachtsferien, früh aufstehen, zweistellige Minusgrade und Dunkelheit - da verhört man sich schon mal. Und beinahe hätte ich vor lauter Grübelei ein Grüppchen angetrunkener Sternensinger überfahren, das schlaftrunken und zu einer völlig unkonventionellen Uhrzeit durch den Wintermorgen schlurften. Ich kann jetzt mein Nummernschild am Auto behalten, wenn ich umziehe? Auch wenn ich in eine ganz andere Stadt wechsel, womöglich in ein anderes Bundesland? Das kann ja gar nicht sein. Aber doch, in den Nachrichten um halb kam es dann noch einmal, zumindest im Regionalteil. Ja mensch. Was sagt man dazu? Ein Kieler in Köln. Oder in Berlin. Wobei ich da ja gar nicht wohnen möchte, also werde ich da auch nicht hinziehen. Aber wer weiß? Bei meinem eigenen Kennzeichen freut mich eine derartige Nachricht natürlich ganz besonders...
Jens Tanz: 2010-01-07 09:40:33
Grenzgänge mit 8 Zylindern
Es mag sein, dass es professionelle Autoimporteure gibt, die jetzt nachweihnachtlich milde schmunzeln werden. Es mag auch sein, dass ich mir so einiges hätte leichter machen können. Aber einmal ist immer das erste mal, und ich habe auf jeden Fall etwas gelernt. Zwischen Zollangst und Termindruck habe ich gut 1200 Kilometer lang Zeit, mich mit meinem neuen Winterauto zu beschäftigen, mich an 300PS auf 9,5m² zu gewöhnen und mit Lisa, meinem Navi, zu kämpfen. Ich hole einen Achtzylinder aus der Schweiz in die Bundesrepublik Deutschland. Bis hoch nach Kiel. Und die Schweiz ist nicht in der EU. Irgendwann hatte ich geglaubt, mich sehr gut auf diese Aktion vorbereitet zu haben. Ich sollte mich extrem getäuscht haben. Das wird ein langer Tag.
Jens Tanz: 2010-01-06 13:48:16
Wie spät ist's auf der Parkuhr?
Ein kurzer Gedanke zum neuen Jahr, heimlich still und leise am Rande des verschneiten Alltags. Kennen Sie diese Kleinigkeiten, die man immer und immer wieder nachfragen muss? Die man sich irgendwie niemals merken kann? Schreibt man das Wort Standard nun mit D oder mit T am Ende? Wo werden die H's bei Rhythmus gesetzt? Sind es zwei, oder ist es nur eines und wo dann? Was bedeutet die Ankunftszeit auf meiner Parkuhr? Ist das die Zeit, zu der ich mein Auto abgestellt habe oder ist es die Zeit, zu der ich wieder ankommen werde? Ist stehe mit meinem Audi V8 vor dem Kieler Hauptbahnhof und blicke ungläubig auf das dünne blaue Plastikteil. Ich habe das doch schon mal vor 20 Jahren bei der Fahrschule gelernt, oder nicht? Und ich parke doch nicht zum ersten mal mit der Legitimation des blauen Scheibchens. Ich fühle mich, als hätte ich die Pin meiner EC-Karte vergessen, sehe im Geiste 42 lauernde Beamte hinter allen Ecken und denke über die Konsequenzen nach...
Jens Tanz: 2010-01-05 19:53:31
Audi V8 4,2 Quattro von 1993 - eine Schadstoffbilanz
Die ganze Welt, oder zumindest fast ganz Deutschland, fährt inzwischen von der Abwrackprämie unterstützte Kleinstwagen. Elektroautos sind in aller Munde. Klimagipfel scheitern zwar, aber das Thema scheint ernst. Und ich? Ich fahre noch immer ein schon damals unvernünftiges Auto, das seit dem jahreswechsel nun schon 17 ist. Mein Audi hat irgendwann 2007 mal die magische 400.000 Kilometer-Marke geknackt. 10 mal um die ganze Welt. In 14 Jahren. Damit kann man recht rund rechnen, Zeit für mich, mir zumindest ein paar Gedanken zu machen, ob das wohl mein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz sein könnte. Denn die Meinungen zum Klimawandel und zum Umweltschutz gehen weit auseinander. Ich stelle jetzt einmal eine blauäugige Milchmädchenrechnung auf und behaupte, dass ich mit dem Erhalt dieses Dinosauriers vielleicht umweltfreundlicher sein könnte als ein Neuwagenkäufer. Bin gespannt, was Sie zu ergänzen / zu kommentieren haben. Vorsorglich lege ich die Schutzkleidung an... Also los...
Jens Tanz: 2010-01-02 22:15:01
Neiiiiiiin!!!! Nicht schon wieder!
Vielleicht erinnern Sie sich ja noch. Es gibt Autos, die durchaus als wartungsfreundlich zu bezeichnen sind. Und es gibt andere, die kann man durchaus warten und pflegen, allerdings sollte man sich an bestimmte Voraussetzungen schlicht gewöhnen, weil sie nicht zu ändern sind. Sprechen wir von dem banalen Akt des Öl Einfüllens bei einem 17 Jahre alten Audi V8. Vielleicht haben Sie ja eines dieser Abwrackprämien-gesponserten Kleinstwägelchen, die kein Öl mehr verbrauchen, womöglich nicht mal mehr eine Motorhaube haben und auch ansonsten keiner schmierigen Zuneigung bedürfen. Ich nicht. Mein alter, großvolumiger Achtzylinder braucht Öl, mal mehr mal weniger, er stinkt und er ist schmutzig. Um ihn herum befinden sich eine Menge heutzutage wegrationalisierter Anbauteile, und wie immer sollte ich sehr genau 8 geben, was mit Dingen geschieht, die sich entgegen meinem Willen in Richtung Erdmittelpunkt bewegen. Außerdem haben wir Minusgrade und Schnee. Verwirrt Sie das? Zurecht.
Jens Tanz: 2009-12-29 21:21:26
Schnee 3 von 3 - Der Baum ist drin!
Alle Jahre wieder... kaufen wir auf den allerletzten Drücker einen Tannenbaum! Das ist so ähnlich wie mit meinen Winterreifen, irgendwie schaffe ich so etwas nicht weit vor dem Stichtag. Nun mag es Leute geben, die ihre Nordmann-Nadel-Katastrophe schon Anfang Oktober zusammen mit ihren Winterreifen besorgen. Und sich dann wundern, dass zum heiligen Abend ein vertrocknetes Skelett ohne Nadeln vor dem Wohnzimmertisch steht. Auch diese Menschen sind im Trend, schließlich braucht man an normalen Weihnachtstagen zumindest hier oben in Norddeutschland auch keine Winterreifen, denn es sind karibische 14 Grad und ein lauer Nieselregen geht über die grünen Felder nieder. Weihnachten 2009 ist alles anders. Ich brauche meine Winterreifen, und der Baum ist noch frisch und grün und - wird immerhin einen Tag vor dem Feste geholt!
Jens Tanz: 2009-12-24 08:34:23
Schnee 2 von 3 - Auf den Hund gekommen!
Weihnachten rückt dramatisch näher, die Welt rückt ein bisschen enger zusammen, ich habe endlich meine Winterreifen drauf und irgendwo wurde vor über 2000 Jahren ein Kind geboren. Aber das ist eine andere Geschichte. Hier, in der Casa Sandmann, wurde auch jemand geboren, allerdings schon im September. Und hat dienstbeflissen gleich noch sieben Geschwister mitgebracht, Merry Christmas everyone. Mein Hund Morlin ist inzwischen ganz froh, dass die Welpenschwemme ausdünnt. Ein Kandidat ist noch übrig, mein kleiner Mojo. Und der Mojo und ich fahren heute über die zugeschneite A7 von Kiel nach Soltau, weil er da seinem neuen Herrchen übergeben werden soll. Mit meinem V8, Quattro und wenig aktueller Fahrpraxis für den kleinen aufgedrehten Hund. Na dann mal los.
Jens Tanz: 2009-12-21 12:25:30
Schnee 1 von 3 - Reif(en) für den Winter!
Es ist für uns eine Zeit angekooommen, die bringt uns eiiiihene groooße Freud! Kennen Sie das? Ein schönes Weihnachtslied. Die ganz große Freud ist noch ein paar Tage hin (huch!? Nur noch vier Tage bis Weihnachten!!!), aber eine kleinere, zumindest für einige von uns, hat den Norden schon jetzt erquickt: SCHNEE. Ja, Schnee. Das ist dieses Zeug, das unsere norddeutschen Kinder nur aus dem Fernsehen kennen. Dieses weiße Pulver, was normalerweise mit knackiger Kälte einher geht und dann doch nicht liegen bleibt. Hier oben zwischen den Meeren sind wir da sehr gebeutelt, im Winter wird es wegen des noch vom Sommer warmen Wassers nicht so recht frostig - und im Sommer dafür wegen des noch vom Winter kalten Wassers nicht so richtig warm. Gemäßigtes Klima sagt man wohl dazu...? Aber - wenn es hier dann mal schneit, dann steht die kleine Welt gleich Kopf. Mein Auto rutscht. Trotz Quattro. Muss ich jetzt... ah? genau. Winterreifen! Jetzt. Hier. Minus acht Grad und Schneesturm. Na super.
Jens Tanz: 2009-12-20 20:20:15
Der 300-Euro-Kombi
Haben wir nicht alle schon mal so einen gehabt? Nein? Also - ich auch nicht. Allerdings kenne ich einen Haufen Leute, die einen Ford Escort hatten. Na ja, nicht wirklich einen Haufen. Also wenn ich genau nachdenke... eigentlich nur zwei. Ja... wer hatte denn dann all' die anderen Millionen von denen gekauft? Verwirrung. Jedenfalls verfechte ich nachhaltig die Auffassung: Kombi? - Braucht man nicht! Damit bin ich als Stufenhecklimousinenmöger in den aktuellen Modellpaletten einsam unterwegs. Kann sich noch irgend jemand an das Wort "Kombi" erinnern? Die gibt's doch gar nicht mehr. Heute sind es Fastbacks, Sportbacks, SUVs oder anders heißende Multifunktionskleinwagen. Wie dem auch sei, ich brauche für einen Kollegen einen extrem preiswerten und zuverlässigen Untersatz für die Wintermonate und werde bei einem Fähnchenhändler in Kiel umgehend fündig. Ein Escort Kombi CLX, mit TÜV und fahrbereit, für 350,- Euro. Das kann doch nicht gut gehen, oder?
Jens Tanz: 2009-12-16 11:08:36
Motorweihnacht! Auch IM Auto?
Es ist für uns eine Zeit angekommen…… die bri-hingt und eine-he goooße Freud. Weihnachten. Wenn Sie Kinder haben, wissen Sie, was ich meine. Wenn Sie selbst noch ein Kind sind auch. Und alle anderen? Aber nein, auch Sie, Sie oder gar Sie sind nicht die klischeehafte verhärmte Weihnachtshassergesellschaft, die zwei Monate lang nur von Konsumgeilheit, Hektik und Kommerzgedanken beherrscht wird, oder? Ist Weihnachten nicht viel mehr? Frostiges Regenwetter, jede Menge Lichterketten, prasselndes Ofenfeuer und fettes Essen. Und natürlich Glühwein! Prost. Ihr Garten ist heller beleuchtet als das Hamburger Bankenviertel und hat einen höheren Stromverbrauch als die Altstadt von Flensburg. Gut. Aber haben Sie ihr Schätzchen, ihr Auto, nicht irgendwie vernachlässigt??? Fühlt es auch den Geist der Weihnacht? Wenn nicht, habe ich ein paar Tipps.
Jens Tanz: 2009-12-11 06:59:02
Wenn Colt Sievers älter wird
Irgendwie hat mir Howie immer leid getan. Er stand im ständigen Schatten der schönen Jody und des toughen Colt Sievers, dem unbekannten Stuntman. Erinnern Sie sich an die amerikanische Action-Serie aus den 80ern? Ja? Sie? Ich hoffe doch. Ich selbst konnte es immer kaum erwarten, wenn mein Vorbild im ansonsten belanglosen Vorabendprogramm seinen wuchtigen Pick-Up in wilden Verfolgungsjagten über zufällig zu einer Rampe geformte Hindernisse hüpfen lies! Wer so ein cooles Auto hatte, musste ein noch viel coolerer Mensch sein. Kinder brauchen Helden. --Schnitt-- Herbst in Hamburg Altona. Die Blätter fallen, werden zu matschigem glitschigem Mulch und legen sich wie eine schimmelige Decke über die Welt. Mittendrin, eingewachsen, steht etwas sehr großes. Etwas riesengroßes, wenn man bedenkt, dass es so etwas auch in kleineren Varianten gibt. Letztendlich ist es nur ein Automobil. Aber ich wusste, ich habe so eins schon einmal irgendwo gesehen...
Jens Tanz: 2009-12-08 21:47:54
Die klassische Hutablage
Es regnet. Es stürmt. Es hagelt. Zeit und Muße, ein lange irgnoriertes Kapitel aufzureißen: Was steht eigentlich so auf den deutschen Hutablagen rum? Wenn Sie einen Kombi haben, dürfen Sie weiterblättern, Sie spielen nicht mit. Und alle anderen? Verkommt der gute Wackeldackel aus den 70ern zu einem billigen China-Nachbau-Scherz aus dem 1-Euro-Shop? Liegt da bei Ihnen vielleicht sogar ein HUT, wie der Name vermuten lässt? Wann haben Sie zuletzt einen Autofahrer unter 80 mit einem Hut auf dem Haupt gesehen? Na gut, ich mache einen Anfang und stelle Ihnen meinen Schrein jenseits der hinteren Kopfstützen vor. Und verkneifen Sie sich das Lächeln, ich mein es ernst.
Jens Tanz: 2009-12-08 06:51:27
Die sterbenden Schönheiten
Manchmal, im Urlaub oder auf einem Waldspaziergang, begegnen sie einem. Unvermittelt. Schonungslos. Autos, die irgendwann einmal hier abgestellt wurden und in Vergessenheit gerieten. Deutschland ist mit seinen harten Umweltbestimmungen sicherlich nicht primär von diesem Phänomen heimgesucht, aber auch ich selbst kenne mindestens zwei Plätze, an denen solch "Schlafende Schönheiten" die ewige Ruhe gefunden haben. Da muss man nicht erst auf diesen berühmten Autofriedhof in die Schweiz pilgern. Zumal es diesen gar nicht mehr gibt. Doch nicht nur unsere Butter-und-Brot Alltagsautos haben hinter irgendwelchen Mauern oder Hecken ihre letzte Ruhe gefunden. Überall auf der Welt erzählen einst stolze Luxuslimousinen ein mehr oder weniger nachvollziehbares Bild von Rost und Verfall. Ich habe ein paar Eindrücke zusammengestellt.
Jens Tanz: 2009-12-01 13:34:19
Wenn der Heizmann dreimal schraubt
Wenn eisige Kälte die Unterschenkel hinauf kriecht, hat das nicht zwangsläufig seine Ursache in einer emotionalen Trennung, schlechter Durchblutung oder undichten Anglerhosen. Manchmal liegt es schlicht an einer defekten Heizung im Cockpit des Autowagen, oder wie im Beispiel von Markus1975 (bekannt aus Blog und Netz) an einer "überbrückten" solchen. Der Wärmetauscher im Audi V8 neigt zu Altersinkontinenz, was sich in feuchten Fußräumen und süßlichem Ambiente aus den Teppichen niederschlägt. Landläufig möchte man nun meinen, dieser sei schnell ausgetauscht, kostet das Neuteil bei unserem Leib- und Magenhändler doch gerade mal so viel wie ein guter Espressokessel. Aber nein. Treue Leser werden sich noch an meine eigene Gebläsekastenwechselaktion erinnern, und mit diesem schon zweifachen Wissen machen wir uns heute ein drittes mal an die Operation am offenen Herzen.
Jens Tanz: 2009-11-23 18:07:48
Vergänglichkeit
Es steht eine Zeit der Nachdenklichkeit ins Haus, vielleicht, weil bald Weihnachten ist, vielleicht, weil einfach gerade jetzt Dinge passieren, die nicht immer schön sind, vielleicht, weil ich merke, dass ich älter werde. Und vergänglich bin. Es gibt einen Platz in diesem Land, wo ich zwei Sommer meines Teenager-Daseins verbracht habe. Wo ich mit meinem ersten eigenen Auto, gerade mal 15 Jahre alt (warum sind meine Eltern nicht eingeschritten???), fahren gelernt habe, und wo sicherlich die Wurzeln einer Autovernarrtheit gewachsen sind. Heute bin ich an diesen Platz zurück gekehrt, nach über 20 Jahren zum ersten mal. Eigentlich fast durch Zufall. Und die wilden 80er Jahre sind wieder da.
Jens Tanz: 2009-11-21 08:48:52
Drängeln, rasen - und Punkte sparen???
Der ganz normale Autofahrer an einem ganz normalen Tag in einem ganz normalen Land verhält sich wahrscheinlich eher unauffällig. Bei uns ist das traditionell ein wenig anders, nicht umsonst gibt es noch immer die "eingebaute Vorfahrt" der Marke Mercedes, und im Rückspiegel auf Tuchfühlung saugen bayerische Nieren die Luft zum Atmen oder vertreiben uns die bösen Blicke des ach so schick designten Tagfahrlichts der Marke mit den vier Ringen. Auf bundesdeutschen Autobahnen zeigen sich echte Psychos von ihrer schlimmsten Seite. Mit dem neuen Bußgeldkatalog soll seit August 2006 härter gegen Drängler und Raser vorgegangen werden. Okay. Aber wenn Sie einmal ein bisschen recherchieren, können Sie Ihre Mitmenschen auch auf andere illegale Arten und Weisen zur Verzweiflung treiben - und dabei noch einen Haufen Geld sparen.
Jens Tanz: 2009-11-18 13:11:58
Bonjour Tristesse? Begegnen Sie dem Herbst!
Süßer die Glocken nie klingen? Palim. So weit ist es noch lange nicht, die farbenfrohe Lichterwelt der Weihnachtszeit schein im Moment so fern wie die Möglichkeit, im eigenen Garten noch ein Abgrillen in der Abendsonne zu veranstalten. Es ist nass, es ist kalt, es ist nebelig und die letzten Blätter (und mit ihnen ein Rest Farbe) verabschieden sich mit den aufkommenden Herbststürmen. Der November ist der Katastrophenmonat für lichthungrige ansonsten eher fröhliche Individuen, umso schwerer fällt es dem arbeitnehmenden Automobilisten, sich zu unmenschlichen Morgenzeiten aus dem weichen und warmen Bett zu quälen, sich in sein kaltes Auto zu setzen und zu einem weit entfernten Arbeitsplatz zu fahren! Entwickeln wir doch einmal gemeinsam ein paar übertragbare Rezepte, wie wir alle diese Zeit besser überstehen...
Jens Tanz: 2009-11-11 21:16:41
Die neue Gleichzeitigkeit
als ich heute auf der Autobahn so auf mein Navi eintippte, parallel durch die CDs zappte und gerade beim Kaffee eingießen mein Handy klingelte, fragte ich mich in einem schwachen Moment, wo wir als Autofahrer eigentlich inzwischen mit unserer Aufmerksamkeit gelandet sind... Sind Sie sich darüber im Klaren, was in einem durchschnittlich ausgestatteten Auto so alles gleichzeitig an Informationen auf den Fahrer (oder die Fahrerin) einprasselt? Und dann sind da ja noch die zusätzlichen Spielzeuge. Und womöglich der andere Verkehr. Eine erschreckende Bilanz, ich benötige mehr Arme und Beine – und die Denkweise einer Frau!
Jens Tanz: 2009-11-07 22:04:22









