Die 3. Generation des batterieelektrischen Smart ForTwo ED ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich optimiert worden.
„Perfekte Produkte für Urbane Mobilität“. So umschreibt Smart seine Modellpalette und gibt sich damit recht unbescheiden. Insbesondere soll das auf die neueste Modellgeneration des Smart ForTwo Electric Drive zutreffen. Insgesamt ist das Wort „perfekt“ am gestrigen Tag während der Pressepräsentation des Smart ED eh recht häufig gefallen.
Fahrleistungen
Schon nach den ersten Metern im neuen Elektro-Smart ist ein deutlicher Unterschied zum Vorgängermodell festzustellen. Kein Wunder, hat der Neue mit 55 kW / 75 PS doch satte 25 kW / 34 PS Mehrleistung zu bieten. Diese lässt den Kleinstwagen in sportlichen 4,8 Sekunden von 0 auf 60 km/h sprinten, nach 11,5 Sekunden liegen aus dem Stand bereits 100 km/h an. Die Fahrleistungen machen vor allem im Stadtverkehr mit häufigen Stop-and-Go Phasen enormen Spaß.
Batteriehandling
Um dem Kunden diesen Spaß noch unkomplizierter zu ermöglichen wird mit der „Sale&Care“ Strategie die Batterie vom Fahrzeug quasi getrennt. Sprich das Auto an sich kann gekauft, geleast oder finanziert werden, während die Batterie per Leasingvertrag mit einer monatlichen Rate von 65 € Eigentum der Daimler AG bleibt und bei etwaigen Schäden oder einem Kapazitätsverlust (ab 20% Verlust wird der Akku getauscht) nicht der Kunde auf den Kosten sitzen bleibt. Optional kann der Kunde die Batterie aber auch erwerben was bei einem Preis von 4.100 € wahrscheinlich eher selten der Fall sein dürfte. Betrachtet man also den Preis von 18.910 € für das Coupé und 22.000 € für das Cabrio scheint das zunächst angemessen für ein regelmäßig als viel zu teuer geltendes Elektroauto.
Ladezubehör
Beim Ladezubehör wird es plötzlich etwas kompliziert. Und zwar in Sachen Verständnis und in Sachen Preis. Zur Grundausstattung des Smart ED gehört ein in der Kofferraumklappe untergebrachtes Ladekabel mit dem das Elektroauto an der haushaltsüblichen Steckdose geladen werden kann. Ist die Batterie komplett entladen so kann ein solcher Ladevorgang 7 bis 8 Stunden dauern.
Smart bietet jedoch zwei Möglichkeiten den Ladvorgang zu beschleunigen. Zum einen ist das per Wallbox möglich, die eine Zeitersparnis von etwa 20% erbringen kann, sprich anstatt 7-8 Stunden dauert ein Ladevorgang dann nur noch 6 Stunden. Für die Wallbox, das benötigte Kabel und die Installation werden insgesamt etwa 1.800 € brutto fällig. Zum anderen lässt sich der Smart bereits ab Werk mit einem 22 kW Schnellladegerät ausrüsten mit dem die Lithium-Ionen Batterien des Elektroautos in etwa 1 Stunde voll aufgeladen werden können. Zusätzlich zum 2.856 € (brutto) teuren Schnelllader benötigt man ebenfalls die Wallbox (mind. 844,90 €), ein leistungsfähigeres Ladekabel (297,50 €) plus die für Wallbox notwenige Installation (etwa 821,10 €). Um das Schnellladegerät adäquat nutzen zu können fallen also zusätzliche Kosten von etwa 4.800 € an. Das ist kein Pappenstil, macht aber dann Sinn, wenn man tatsächlich den Anspruch an den Smart ED hat, dass er innerhalb kürzester Zeit wieder voll aufgeladen werden können muss.
Fazit
Der Smart ED ist ein großartiges Elektroauto für die Stadt geworden. Er macht viel Spaß und ist mit seiner Größe und seinem Gewicht wie gemacht für den Einsatz als Elektroauto. Und wenn man nicht unbedingt das Ladezubehör benötigt sondern die Ladung des Lithium-Ionen Akkus an der normalen Steckdose genügt, dann ist der Preis für den Smart ED durchaus gerechtfertigt.
Keine Ahnung also wie weit der Smart ForTwo ED von der 100%-igen Perfektion entfernt ist, hätte er den 22 kW Lader bereits von Haus aus an Bord wäre er aber mit Sicherheit ein ganzes Stückchen näher dran.
greenmotorsblog.de
Original: Hybrid, Elektro, Gas, Brennstoffzelle … - greenmotorsblog.de


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