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Der Elektroauto-Hype, wirklich eine grüne Lösung?

Geschrieben von: Anika Glowania am 08.02.12  » Shortnews - Pressemitteilungen

Alternative Antriebe sind in aller Munde. Sie seien die Zukunft der Automobilindustrie, denn schließlich sollte man, angesichts der wachsenden Umweltverschmutzung, dringend nach Alternativen suchen, die dafür geeignet sind, den Verbrennungsmotor als den Antrieb schlechthin abzulösen. So oder so ähnlich werden alternative Antriebe, allen voran das reine Elektrofahrzeug, an vielen Stellen beworben. Ein Gutachten des Freiburger Öko-Instituts bringt das reine Bild, das viele von alternativen Antrieben haben nun ein wenig ins Wanken.

Dabei ist der Ansatz doch nichts anderes als richtig. Weiterhin unsere Luft mit einem teils enormen CO2 Ausstoß zu verseuchen, kann schließlich kein Dauerzustand sein. Aus diesem Grund hatte die Autoindustrie sich ja erst daran gemacht, Alternativen zu schaffen. Ob Hybridfahrzeuge, Elektroautos oder Fahrzeuge, die mit Wasserstoff oder Erdgas angetrieben werden - die Liste ist lang. Hybridfahrzeuge sind bisher die einzigen, die sich in Deutschland zumindest annähernd durchsetzen konnten. Hier gibt es derzeit die meisten Modelle auf dem Markt, wie beispielsweise den Insight Hybrid des japanischen Herstellers Honda, und dabei ist der Insight nur eines von vielen Modellen, die Honda in den vergangenen Jahren heraus gebracht hat. Das Elektroauto tut sich schwerer hierzulande, was möglicherweise daran liegt, dass die Batterietechnologie noch nicht weit ausgereift ist, was zu langen Ladezeiten und geringen Reichweiten führt.

Die Beliebtheit der E-Wagen dürfte nach Veröffentlichung der Freiburger Studie nicht unbedingt ansteigen. Diese besagt nämlich, dass die Effizienz der Fahrzeuge, was die Verringerung von CO2 Emissionen betrifft, zu wünschen übrig lasse. Es sei schließlich immer noch Energie, die gewonnen werden müsse, um die entsprechenden Autos anzutreiben. Um wirklich ein komplett umweltfreundliches Projekt aus dem Elektroboom auf den Automärkten zu machen, müsste sichergestellt werden, dass der dazugehörige Strom aus erneuerbaren Energien komme. Bisher ist dies jedoch in den meisten Fällen nicht gewährleistet. Auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat sich mittlerweile in die Diskussion eingeschaltet. Ihm zufolge sei es keine Lösung, die CO2 Ausstöße durch Autoabgase dadurch verringern zu wollen, mit Kraftwerken die gleiche Menge in die Luft zu pusten, um damit Strom für die Elektroautos zu gewinnen. Diese Theorie leuchtet ein. Deshalb wird wohl noch viel geschehen müssen, um ein wirklich umweltfreundliches Fahren gewährleisten zu können.


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