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Umringt von Kameras und fragenden Reportern aus aller Welt schlängeln diese Damen und Herren sich durch die Menge.
Einige kennt man, andere nicht. Haben Sie schon einmal von Ellen Lohr gehört, wenn Sie nicht in der Rallye-Szene sind? Coole Frau. Oder von Christian Geistdörfer? Rallye Monte Carlo? Na ja, es soll ja auch welche geben, die Buck nicht einordnen können und es soll auch welche geben, die von MIR ein Autogramm aus dem Auto heraus haben wollten. Wer dachten die bin ich? Connery? Du Mont mit Hut? Ja sehe ich denn wirklich schon so alt aus??? Komm Lars, lass uns losfahren. Ist schon 14.00 Uhr durch...
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Wie müssen Sie sich so eine Rallye vorstellen? Es geht mittels der gedruckten Anweisungen eines Road Books eintlang einer vorgegebenen öffentlichen Strecke von einer Etappe zur nächsten. Ob Sie auch wirklich die vorgegebene Strecke in einem definierten Zeitfenster bewältigen wird bei verschiedenen geheimen und angekündigten Durchfahrtkontrollen abgestempelt und notiert. Weg verlieren bedeutet Strafpunkte. Die Zeit ist dabei so vorgegeben, dass Sie ganz entspannt im Straßenverkehr mitschwimmen können. Es geht also nicht um schnelles Ankommen, sondern um genaues Navigieren und präzises Fahren zwischen all den anderen Verkehrsteilnehmern.
Entlang der Strecken sind sogenannte Wertungsprüfungen verteilt, in denen die Fahrerinnen und Beifahrer Zeitprüfungen absolvieren müssen. Vorgabe wäre beispielsweise, die 300 Meter Distanz zwischen zwei Lichtschranken in exakt 17 Sekunden zu fahren. Je genauer Sie diesen Wert (ohne Stop auf der Strecke!) einhalten, desto mehr Punkte bekommen Sie. Alles in Allem ergibt sich aus diesem Reglement jeweils ein Etappensieger und am Ende der Rallye ein Gesamtsieger. Vor zwei Jahren haben wir Platz 19 erreicht. In einem Käfer Cabrio mit einer einfachen Uhr mit Sekundenzeiger. High-Tech bringt einen also nicht unbedingt ans Ziel :-)
Die Faszination Automobil ist auf einer solchen Veranstaltung allgegenwärtig. Und Sie sind da mitten drin. Es ist ziemlich schwer, da nicht ins schwülstige Schwärmen zu geraten, denn es macht ECHT einen Riesenspaß. Gut gelaunte Menschen, die alle durch die Liebe zum Automobil vereint werden. Und da spielt es kaum eine Rolle, ob dieses Automobil ein englischer Jaguar V12 oder ein tschechischer Tatra mit luftgekühltem V8 im Heck ist. Und alle inmitten der maritimen Landschaft rund herum um den Hamburger Hafen, die Containerterminals und Toll Collect.
Auto Bild Klassik hat zusammen mit Helge Jost und Rallyemeister Peter Göbel eine landschaftlich wunderschöne Strecke auf das Papier geworfen, der Hafen und die erste Ausfahrt während des Prologs lassen erahnen, wie es morgen, am ersten richtigen Rallyetag, wohl weitergehen wird. Lars und ich hüpfen zwischen den Autos und den offiziellen Fotografen umher, sprechen mit Teilnehmern und verteilen Programmheftchen an die winkenden Zuschauer. Davon sollen morgen noch viel mehr kommen, aber das ist eine andere Geschichte.
Auch geht es bei so alten Autos nicht immer ganz pannenfrei zu, wie uns hier der Geschäftsführende Redakteur der Auto Bild Klassik, Frank Meyer, mit seiner goldenen DS demonstriert.

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Der poröse Benzinschlauch, wohl genau so alt wie das Auto, muss vom begleitenden AvD getauscht werden. Das bekommen wir mit unserem Schrauberfundus allein nicht behoben :-)
Als dann die Sonne hinter dem Terminal verschwindet, sind fast alle Fahrer wohlbehalten wieder zurück und haben einen Vorgeschmack auf den morgigen Tag bekommen. Sie alle lassen den Prolog auf einem gemeinsamen Abend noch einmal Revue passieren und dinieren beim Come Together an Bord des (Fake)Raddampfers Louisiana Star auf einer kleinen nächtlichen Tour durch den Hamburger Hafen. Der Platz leert sich. Alle gehen ins Bett, um noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen, den sie für morgen brauch werden. Alle?
Nein - nicht alle. Da sind noch ein Blogger und ein Redakteur, die versprochen haben, die Artikel tagesaktuell ins Internet zu setzen. Mit den eigenen Fotos und einer Auswahl von den mitgereisten Fotografen. Hurra. Und das müssen wir jetzt noch machen. Das beste UMTS Netz und die meiste Ruhe finden wir auf dem Dach von Lars' Wohnung im Schanzenviertel, direkt gegenüber der Roten Flora. Gute Nacht Hamburg, morgen geht es quer durchs Land über den Heidepark Soltau bis nach Wolfsburg. Und wir sind wieder dabei!
Sandmann
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