So kann es gehen. Der Autosalon in Genf verkommt zum grünen Phrasenbingo und auf einer Terrasse baut jemand mal schnell seinen Polo zum Elektroauto um. Wie schon gesagt, auf der Terrasse.
In Genf wird derweil darüber diskutiert, ob eventuell 2013 oder 2014 ggf. und unter Umständen ein serienreifes Elektroauto auf den Markt kommen könnte. Ach ja und das natürlich nur, wenn der Staat mitspielt.
Also bleibt wohl nur selberbauen, auch wenn die Konstruktion etwas rudimentär ist.
Winter adé, scheiden... nein, scheiden tut in diesem Fall nicht weh. In einem anderen vielleicht auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Der Winter, Friede seiner Asche, verschwindet nach und nach. Hoffen wir zumindest, denn wir sind der weißen Pracht müde und wollen endlich unsere speckigen, schon von allein stehenden Winterjacken einmotten (oder zumindest einmal reinigen lassen). Und wir denken mit Schrecken an die bevorstehende Heizkostennachzahlung, die in meinem Fall dem Bruttoinlandsprodukt von Simbabwe entsprechen wird. Während ich so diesen Gedanken nachgehe und durch die Straßen meiner Stadt fahre, macht es plötzlich *RUMMMSSS*, und mit einer mächtigen Gänsehaut fahre ich rechts ran. Was war das? Habe ich ein Tier überfahren?? Ist mir ein Kleinwagen unter die Vorderachse geraten? Eine sofortige Bestandsaufnahme schließt Personenschaden aus. Nein. Es war einfach nur ein Loch. Nun. Nicht einfach nur. Eher ein Krater! Mitten auf der Straße, tief genug, um ein Kind darin baden zu lassen. Jetzt kommen sie zutage, die zerstörerischen Folgen von fast einem Vierteljahr Dauerfrost...
Auf meinem morgendlichen Bordercollie-Auswringen bin ich heute an einem zugewachsenen Auspuff entlang oszilliert, an dem noch ein Chassis und eine alte Blechhaut hing... stumme Zeugen des Schrottplatzes, der hier am Waldrand bis in die 80er Jahre war. Meine seriell-männlichen einfach gestrickten Gedanken schweifen seit dem um jene Kultstätten, auf denen ich mich vor noch gar nicht allzu langer Zeit rumgetrieben habe, weil Neuteile einfach nicht bezahlbar waren. Die Schatzkammer der alten Autos lag seinerzeit in Dänemark, heute liest man vereinzelt von Italien oder Frankreich... Und was ist in Deutschland? Gibt es nur noch zertifizierte, mit Öko-Ölabscheidern untermauerte und mit Stacheldraht umzäunte Autoverwertungen? Oder Schlachter wie die Ludolfs? Haufenprinzip auf Beton? Etwas ist anders. Oder kann ich plötzlich die Neuteile bezahlen???
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Von 1960 bis heute hat Rainer Schlegemilch für uns die Formel 1 eingefangen.
Es war das Ergebnis einer Navigations-Odyssee. Den Anfang mache ich kurz, wenn auch episch ausweitbar: Mein Falk-Navi, so sympathisch es mir auch war, hatte nach der Reparatur (..."wir konnten den von Ihnen beschriebenen Mangel nicht nachvollziehen...") immer noch den gleichen Hänger und ließ mich 50 Meter hinter meiner tatsächlichen Position zurück. Will ich nicht. Geld wieder bekommen. Nun landete ich doch bei "den Roten" und ging zurück zu den Wurzeln. Sandmanns Ur-Navi "Lisa" kam von den Herren Tom und Tom. Und da lacht es mich wieder an. Ein 720 mit Kartenmaterial von ganz Europa. Und es soll auch wieder 400,- Euro kosten, so wie Lisa damals, wenn das kein Zufall ist. Ich kaufe es und nehme es im mobilen Büro mit in den Wilden Osten, nach Schwerin. Es soll der ultimative Test sein, ich will ENDLICH ein Navigationssystem, was mir passt! Eine Frau, die mir sagt, wo es lang geht.
"Original Bosch Lichtmaschine, im Austausch, 699,- Euro für Ihr Auto." Ach? Brutto oder netto? Ich möchte doch nur ein neues Kraftwerk unter den Audi V8 setzen lassen, nach 464.000 Kilometern einigermaßen legitim. Ich möchte kein neues Auto kaufen. "Ja nun, Sie fahren ei..." Ja, entschuldigen Sie, dass ich ins Wort falle. Ich weiß, ich fahre ein Oberklasse-Fahrzeug, ein sehr altes Oberklasse-Fahrzeug, welches damals den Gegenwert eines Einfamilienhauses hatte. Klar, dass da die Ersatzteile nicht auf Golf II Niveau sind. Aber eine Lichtmaschine? Das ist doch kein V8-spezifisches exotisches Must-Have. Das ist ein Serienverschleisteil. "Hinzu kommen rund drei Arbeitsstunden je 100,- Euro netto, an das Ding ist beim Audi V8 echt schwer ranzukommen!" Wie bitte? Drei Stunden? Der ETKA gibt 1,5 Stunden vor. Bühne rauf, Pappe ab, alte raus, neue rein, anschließen, Pappe wieder ran, fertig. "Nein, der Meister sagt, das sei komplizierter." Wir reden hier von 1100,- Euro für den Tausch einer normalen Lichtmaschine? Moment, ich muss einmal telefonieren. Das klingt nach einem Fall für ... DEN RETTER!
Sehr geehrter Herr Frühling,
wie Sie vielleicht wissen, mag ich keine Verspätungen. Nein, nein, fühlen Sie sich nicht gleich angegriffen, kalendarisch gesehen sind Sie noch gar nicht dran. Aber sehen Sie... wir Autofahrer, wir glaubten bis dato, Sie hätten vielleicht eine Vereinbarung mit dem Winter. Eine heimliche. Der hat sich nun ziemlich breit gemacht und erweckt nicht den Eindruck, als wolle er gehen. Stört Sie das denn nicht? Ach nein, warum auch? Sie stehen ja nicht morgens in aller Frühe auf, gucken aus dem Fenster und sehen fast täglich gefühlte 10cm Neuschnee. Sie stolpern nicht durch ein dunkles, kaltes Haus auf der Suche nach dem Knopf für die Kaffeemaschine, noch bevor Sie das Licht anmachen. Haben Sie schon einmal bei Dunkelheit am Morgen im nassen Schneeregen stehend die neuen, schweren, feuchten Massen von Ihrem Weg geschoben, nur um zu sehen, dass ein Räumfahrzeug Ihr Auto in einem Schneehaufen hat verschwinden lassen? Und damit fängt mein Morgen ja erst an!
"Äääh... Hey Endstufen, spürt ihr das? Plötzlich ist wieder Strom da. Das war eigentlich ganz angenehm ohne, scheint so, als müsst ihr wieder arbeiten!" - Jaaaaaaah wir haben es auch mitbekommen. Rückmeldung mit einem satten Schmatz. - "Gut. Alles macht sich bereit. Wir müssen aber davon ausgehen, dass der Idiot mal wieder den vierstelligen Code irgendwo hingelegt hat, wo er ihn nicht wiederfindet. Sicherheutsmodul?" - Hi Radio. Ja, kann ich bestätigen, der hat mal wieder irgend eine Nummer eingegeben, weil er sich damals eine Eselsbrücke gebaut hat, an die er sich aber nicht mehr erinnert. Ich hab noch immer SAFE drin. Wir kennen das ja. - "Also wenn es nach mir ginge, könnte man diese vier Zahlen auch weglassen, uns klaut ja sowieso niemand mehr im Zeitalter der Multimediakisten. Aber nach mir geht es nicht. Kann mir jemand melden, was er macht?" - Hi Radio, hier ist der Fahrertürsensor. Er ist wutschnaubend und fluchend in ein Geschäft gegangen und kauft solche Klemmen, mit denen er dich aus dem Schacht ziehen kann. Das ist glaube ich das dritte mal. - "Was für ein Trottel." - Hi Radio, hier Diagnosestecker 1. Hat er nicht vor einem halben Jahr erst den Code bei Audi auslesen lassen? Lernt der denn gar nichts dazu? - "Er ist halt ein bisschen..." - Jungs, sorry dass ich unterbreche, hier ist der Temperatursensor Mittelkonsole. Er hat den Code letztes mal mit Edding auf das Gehäuse geschrieben... - "So ein Fuchs. Aber ich wette mit euch allen, dass er nicht mehr weiß, wie man ihn eingeben muss!" - (alle zusammen) Top, die Wette gilt!
Von wegen die Goldenen Zeiten sind vorbei! Ha! Mit diesem Auto bewegen wir uns permanent in Goldenen Zeiten. Es erfreut die Menschen, lässt sie lachen oder schwärmen und - es macht einfach einen riesen Spaß, es zu fahren! Ein paar technische Details? Okay. Design von Claus Luthe, entwickelt von NSU, gebaut von VW in Salzgitter in den Jahren 1970 - 1975, längs eingebauter 4-Zylindermotor mit 1,6 Litern Hubraum, 75PS und kettengetriebene, oben liegende Nockenwelle. Neupreis damals: 9450DM. Das war eine Menge Geld. Der K70 war zeitlebens das ungeliebte Kind von VW, der Passat stand in den Startlöchern und die sehr geniale NSU-Entwicklung hatte nichts mit der Modellpalette von Volkswagen gemeinsam. Das nannte man unrentabel. Die kurze Bauzeit ist einer der Gründe, warum man heute nicht mehr viele K70 sieht. Aus dem Straßenbild sind sie nahezu komplett verschwunden. Aber nicht dieser! Mission Kindheit, Ziel Uelzen. Gestern sind wir im Hotel Stadt Hamburg abgestiegen, heute soll es wieder zurück nach Kiel gehen. Es ist glatt. Es hat geschneit.
Allen Unkenrufen zum Trotz habe ich mich entschieden, meinen Plan für das Wochenende durchzuziehen. Plan? Ja. Nach einigen mehr oder weniger interessanten Träumen, die samt und sonders in meiner Heimatstadt Uelzen in Niedersachsen spielten, will ich da nach langer Abstinenz einmal wieder hin. Mein kleines Töchterchen ist Feuer und Flamme (wohl ob der Schlüsselwörter "Schwimmhalle", "Eis" und "Hotel") und erklärt sich fröhlich zur offiziellen Beifahrerin. Schließlich habe sie noch nie in einem Hotel geschlafen, ihr Tigi auch nicht, und ein Papa/Tochter Ausflug sei schon längst wieder einmal dran. Okay. Das sehe ich auch so. Wenn da nicht die schwächelnde Lichtmaschine meines ansonsten treuen Audi V8 wäre. Mit dem können wir nicht fahren, sie ist zwar bestellt, aber noch nicht da und erst recht noch nicht eingebaut. Alternativen? Für den normal Sterblichen keine. Für uns? Nun... in der Garage schläft ein fast 40 Jahre alter, seit 7 Jahren abgemeldeter und seit 1 Jahr nicht bewegter Fronttriebler, eigentlich ein NSU, aber von VW gekauft. Gold. Prinzipiell fahrbereit. Hm... Sollen wir...?????
Weiße Weihnachten? Hach - was war das schön. Frostiges Silvester, langsam fahrende Autos, eine in Watte gepackte Welt. Märchenhaft anmutend, irgendwie friedlich, kindlich wunderschön. Diese Wonneausbrüche sind inzwischen 6 Wochen her! Der Winter hat den Norden Deutschlands noch immer gepackt, und was anfangs einen Riesenspaß gemacht hat geht mir inzwischen gehörig auf die Nerven! Es schneit. Und das nicht erst seit gestern. Wer sein Auto einmal ein paar Tage stehen lässt, findet es anschließend kaum wieder. Schnee von oben, schnee von den Schneepflügen (wenn sie denn überhaupt bis in ihr Wohngebiet vorgedrungen sind), Schnee von überall. Der Weg zur Arbeit wird zur Rutschpartie, weil Petrus sich noch ein paar weitere gefährliche Späßchen erlaubt. Tagsüber Tauwetter mit Plusgraden, abends überfriert dann alles wieder. Ich will nicht mehr. Und Sie?
 trophee andros abschlussball der eiskunstfahrer
Was genau diese rein französische Rennserie auszeichnen
würde, war uns nicht bekannt, als unsere Entscheidung fiel, dass es an
der Zeit wäre, einen Motorsport-Event zu besuchen. Um ehrlich zu sein:
Wir wussten lediglich, dass es sich bei der " [...]
"Papa, kann ich noch die Simpsons gucken?" Direkt vor unserer Haustür kurbeln meine kleine Tochter und ich den alten Audi in die letzte, komplett zugeeiste Parklücke mitten in diesem nicht enden wollenden Winter, als mein Blick ein wenig weiter oben in der Straße von einem gruselig beleuchteten Szenario angezogen wird. Das gibt's ja gar nicht. In meinem kleinen Vorörtchen, wo außer Schlaganfällen und wallenden Wogen von Spießigkeit eigentlich nichts passiert, steht ein großer brauner UPS-Laster quer. Kollabiert am verschneiten Hang, quergestellt und mit brachialer Gewalt rückwärts in eine Garteneinfahrt gerutscht. Und auf der Mauer mit dem Heck zum Stehen gekommen. Der perfekte Feierabend für den armen Fahrer. Ein Kollege ward bereits herbeigerufen, emsige Nachbarn schaufeln mit großen Schippen Schnee vom Bug des Paket-Schiffes weg und Sand unter die hilflos drehenden Hinterräder. Neugierig stapfen meine Tochter und ich zum Ort des Geschehens, und ich biete meine Hilfe an. Noch braucht man sie nicht. Noch nicht.
im multimedialen Deutschland ist alles immer überall möglich. Wir haben uns längst an telefonierende Geschäftsmänner gewöhnt, dank mobilem Internet sind gebloggte hochromantische Sonnenuntergänge minutenaktuell, Handys tätigen interaktiv Geschäfte und kaufen bei ebay und des Eickmann's iphone bekommt beim gemeinsamen Abendessen in Hamburg die Mail von mir, dass ich mich auf's gemeinsame Essen nachher freue. Das Business boomt, im Ei-Bi-Em-bis *lol* schmecken die Wiener Schnitzel und die Zeitschrift "Tomorrow" macht mir unmissverständlich klar, dass ich inzwischen echt retro bin. Was mache ich bloß? Wie bekommt man ohne Smartphone oder ipad seinen erfolgreichen Arbeitsalltag in den Griff? Kein Problem - es gibt ja das mobile Büro!
Manchmal hilft auch kein Kaffee mehr. Es gibt diese Tage, nein, diese Morgende, an denen ich am liebsten im Bett bleiben würde. Besonders, wenn es draußen einfach ununterbrochen kalt, dunkel und nass ist. Was hindert mich eigentlich daran? Ach ja. Ich habe zwei Kinder, die es als wenig vorbildlich ansehen würden, wenn Papa nicht aus der Kiste kommt. Und ich habe einen Job, der mir meistens Spaß macht und nach mir ruft. Heute ganz besonders laut. Zudem aus einer gewissen Entfernung, genauer gesagt aus Flensburg, wo ich um 8.00 Uhr sein muss. Ich teile dieser Tage das Los der vielen 1000 Berufspendler, die sich Tag für Tag und Morgen für Morgen aus ihren Betten quälen, um ihre Arbeit zu verrichten. Was extra schlimm zwischen November und Februar ist, denn in diesen Monaten gestaltet sich die Umgebung dunkel und kalt. Januar. Jetzt. Der Weihnachtsglanz ist verloschen, die Ferien sind vorbei und der Frühling ist noch weit weg. Seit Wochen liegt Schnee in Schleswig-Holstein und die Eiskratzer gehen weg wie Oblaten beim Abendmahl. Aber fangen wir vorne an.
Prolog: Ich mag keine komplizierte, anfällige Elektronik.
Das Jahr ist noch jung. Verschiedene Highlights des vergangenen Jahres im Kopf aufarbeitend brause ich über die A7 runter mit dem festen Vorsatz, endlich einmal pünktlich und ohne Stau in Hamburg zu sein... "16.00 Uhr" dreht es sich durch meinen Kopf, während ich, noch gut im (mit der heißen Nadel gestrickten) Zeitplan, zügig voran gleite. Drei CDs mit 300 Titeln 80er Jahre Musik im Wechsler orgeln den Synthipop einer vergangenen Epoche, mir ist deutlich mehr nach MeatLoaf. Dafür muss die Weihnachts-CD im Radioschacht raus und die Scheibe aus dem Handschuhfach rein. Nichts leichter als das, mag man meinen. Aber nein. Mit dem Drücken des Eject-Knopfes fängt der ganze Spaß ja erst an...
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