Gegenfrage: Ist das wichtig? Sind es nicht die kleinen Dinge im Leben, die es lebenswert machen? Eben. So ist auch der Seat Exeo ST eher eine Nebensächlichkeit in der großen Autowelt. Aber eine angenehme.
Es ist lange her, dass der kleine spanische VW-Ableger einen echten Kombi im Programm hatte. Doch jetzt, mit Audis gnädigem Überlassen der Produktionslinie des alten A4 und einer stilistischen und markengerechten Designüberarbeitung der Konstruktion, kann der rechnende Kombifahrer endlich auch Seat wieder in seine Kaufüberlegungen einbeziehen. Die drei besten Argumente: Ein echt gelungenes Design, ein bereits lange bewährter technischer Unterbau und ein Einstandspreis von 23290 Euro für das günstigste Modell mit 102 PS starkem 1.6-Liter-Benziner. Das sind 1200 Euro Aufpreis gegenüber der vergleichbaren Limousine.



Fahrerische Überraschungen bietet das Auto nicht. Die Motoren sind bekannt (außer dem 1.6-Liter stehen 1.8 Turbo mit 150 PS, 2.0 TFSI mit 200 PS, 2.0 TDI mit 120 , 143 und 170 PS zur Verfügung), das Fahrwerk ist etwas fester als bei der Limousine, aber nicht so hart wie beim alten Audi A4. Die Karosserie ist nur fünf Millimeter länger als beim Stufenheckmodell, um den Gesamteindruck nicht zu ändern und den Kombi in der Kompaktklasse zu belassen. Der Kofferraum fasst 442 bis 1354 Liter, was kein Bestwert ist, aber völlig in Ordnung.



Ein paar kleine Dinge bietet der Sports Tourer, die die Limousine nicht hat, so zum Beispiel eine Schaltempfehlung zum Sprit sparen. Jetzt ist auch optional eine Bose-Musikanlage zu haben, ein Schiebedach mit Sonnenkollektoren und Innenräumdekors in (gut gemachtem) Holz-Fake oder Klavierlack-Anschein.
Seat rechnet damit, dass in Deutschland wesentlich mehr Kombis als Limousinen verkauft werden. Bei dem starken Auftritt des Exeo ST kein Wunder...



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