Die japanischen Autobauer haben aktuell ihre Verkaufszahlen für den Monat Januar vorgelegt. Die Tendenz geht sowohl bei Honda als auch bei Toyota nach oben. Während es bei Toyota, dem Primus unter den japanischen Autoherstellern, bereits der neunte Monat in Folge ist, in dem eine Steigerung der Produktion zu verzeichnen ist, kann Honda seine Verkaufszahlen erstmals seit drei Monaten wieder steigern. Der Produktionsoutput erhöhte sich um 42,4 Prozent, was 98.473 Einheiten entspricht. Speziell der heimische Absatz legte um mehr als 66 Prozent zu. Auch die Exportzahlen verzeichnen mit 47,8 Prozent einen gewaltigen Anstieg und so wurden knapp 30.000 Fahrzeuge ins Ausland verkauft. Allerdings sank die Produktion in den ausländischen Werken auf 218.453 Einheiten und damit um 3,9 Prozent.
Honda will nun nach den schwierigen letzten Monaten, in denen ein starker Yen und nicht zuletzt die Überschwemmung in Thailand, bei der das Honda-Werk in der thailändischen Provinz Ayutthaya mit einem jährlichen Produktionsvolumen von 240.000 Fahrzeugen fast vollständig zerstört worden ist, im Geschäftsjahr 2013/2014 wieder schwarze Zahlen schreiben. Wie der Europapräsident des japanischen Autobauers, Manabu Nishimae, verkündet, will Honda künftig noch mehr Autos in Europa direkt herstellen lassen. Damit reagiert das Unternehmen auf den massiven Kursanstieg des Yen, der die Gewinne speziell beim Export reduziert. Mit dieser Strategie will Honda sich unabhängiger von den schwankenden Wechselkursen. So soll die Produktion im britischen Werk verdoppelt werden.
Für das Jahr 2014 plant Honda, 300.000 Fahrzeuge in Europa zu verkaufen. Inwieweit diese Ziele umsetzbar sind, ist indes noch offen. Nishimae selbst schließt zumindest nicht aus, dass dieses Ziel erst in 2015 erreicht werden könnte. Das laufende Geschäftsjahr wird für Honda aufgrund des starken Yens abermals schwer werden. Daher setzt das Unternehmen auf langfristige Strategien. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung des Sektors der Hybridfahrzeuge, zu denen derzeit die Modelle Honda Insight Hybrid, der Jazz Hybrid sowie der sportive CR-Zgehören. Die rückläufigen Verkaufszahlen der Hybridfahrzeuge von Honda in Europa haben zumindest einen kleinen Anteil Umsatzeinbußen der letzten Monate.


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