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Aston Martin One-77: Keiner für alle

Geschrieben von: Roland Löwisch am 07.07.09  » Sportwagen - Artikel

Das Bild an der Wand, den Wagen in der Garage...
Das Bild an der Wand, den Wagen in der Garage...
So ganz kann der groß gewachsene und locker-lässig, aber stilsicher gekleidete Marek Reichmann seinen Stolz nicht verbergen, als er die Türen zu einem großen Atelier im Design-Zentrum von Aston Martin im englischen Gaydon öffnet. Der Chefdesigner läuft nicht, er schreitet zu einem von drei mit edlem Stoff verhüllten Objekten. Mit schnellem Griff lüftet er das Geheimnis: Ein Ton-Modell des kommenden Aston-Martin-Supercars namens One-77.
Auch unter den zwei anderen Tüchern kommt die Silhouette des später 715 PS starken Über-Astons hervor – zuletzt zeigt Reichmann das 1:1-Modell.

„Es ist der totale Ausdruck für alles, was Aston Marti bedeutet,“ sagt der Mann, der wohl einen der beneidenswertesten Jobs in der Autoindustrie innehat. Insgesamt arbeiten nur 25 Insider an dem V12-Sportwagen, „an dem es so viel Detailarbeit gibt“. Viel Zeit haben Reichmann, der von Rover über Ford zu Aston Martin kam, und seine Leute nicht: Bereits im nächsten Jahr soll die Produktion starten. Die Klientel wird handverlesen sein: Aston Martin baut nur 77 Stück, jeder soll 10150000 Pfund in die Kassen des Sportwagenherstellers spülen.

Schon jetzt ein Klassiker: Der One-77 beinhaltet Elemente vieler Epochen
Schon jetzt ein Klassiker: Der One 77 beinhaltet Elemente vieler Epochen
Tolle Nummer: nachweis für die Kleinserie
Tolle Nummer: nachweis für die Kleinserie

Dafür erhalten die Kunden ein so ungewöhnlich schönes wie edles Aluminium-Auto, das letztlich nicht mehr als 1500 Kilo wiegen soll. Der Wagen – den DTM-Rennern nachempfunden – wird etwa 100 Millimeter tiefer liegen und 100 Millimeter kürzer sein als das derzeitige Spitzenmodell DBS, aber in der Breite volle zwei Meter beanspruchen.
Ungewöhnlich auch das Fahrwerk: Zwar – wie bei heutigen starken Sportwagen und Rennwagen  üblich – mit doppelten Dreieckslenkern rundum, allerdings mit horizontal liegenden Stoßdämpfern, so dass eine extrem flache Bauweise möglich ist. Das ist natürlich alles individuell einstellbar, so dass jeder Kunde die für ihn optimale Abstimmung erhält.

Fast zu schön zum fahren: hingegossenes Innenleben
Fast zu schön zum fahren: hingegossenes Innenleben
Liegewerk: Fahrwerk mit liegenden Stodämpfern
Liegewerk: Fahrwerk mit liegenden Stodämpfern

Über die Fahrleistungen kann bislang nur spekuliert werden, aber ein Spitzentempo von mehr als 320 km/h und der Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden sollten drin sein.
Nach einer guten halben Stunde müssen wir Reichmanns Atelier wieder verlassen. Was hinter den Türen zum Hauptraum im Designzentrum passiert, erzählt der Chefdesigner nicht. Sicher ist: Da steht nicht nur das Modell des künftigen AM-Minis „Cygnet“ auf Basis des Toyota iQ, das nur erlauchte DBS-, DB9- oder Vantagebesitzer (und bestimmt auch One-77-Käufer) erwerben dürfen. Die britische Marke dürfte noch so einige Überraschungen im Köcher haben...

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