Die Achillesferse der Elektroautos ist wohl unbestritten die Batterie. Genauer gesagt ist es die Energiedichte und damit das Gewicht, das zur Speicherung relevanter Energiemengen mitgeführt werden muss.
Das Imperial College of London hat für diese Problematik eine Lösung gefunden und einen Verbundwerkstoff entwickelt, der Energie speichern kann und gleichzeitig für Karosserieteile verwendet werden kann. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Karosserie, oder vielmehr Teile der Karosserie, zum Energieträger werden kann. Zur Zeit denken die Entwickler an Türen, Motorhauben (bei einem Elektroauto?), Kotflügel und Dächer.
Die Vorteile des auf Karbon basierenden Materials seien auch das Gewicht und die Stabilität. Grund genug, sich das patentieren zu lassen und voller Optimismus ob des Potentials in die Zukunft zu schauen. Oder, wie Projekt Co-Ordinator, Dr Emile Greenhalgh, des "Department of Aeronautics at Imperial College London" es ausdrückt:
“We are really excited about the potential of this new technology. We think the car of the future could be drawing power from its roof, its bonnet or even the door, thanks to our new composite material. Even the Sat Nav could be powered by its own casing. The future applications for this material don’t stop there – you might have a mobile phone that is as thin as a credit card because it no longer needs a bulky battery, or a laptop that can draw energy from its casing so it can run for a longer time without recharging. We’re at the first stage of this project and there is a long way to go, but we think our composite material shows real promise.”
Eine wirklich interessante Option, die hier entsteht und natürlich auch von allen anderen elektrisch betriebenen Geräten verwendet werden könnte. Der Phantasie sind da wohl keine Grenzen gesetzt.
Es wird spannend sein, wie Designer mit einer solchen Option umgehen werden. Wie neue Konzepte dieses berücksichtigen werden und ob dieser Werkstoff, wie auch das "Active Wheel", den Autobau revolutionieren werden. Das Potential ist allemal vorhanden.
Link: Imperial College London
Die Liste der Entwicklungspartner liest sich gut:
The 3-year European Union funded project includes researchers from the Departments of Chemistry, Aeronautics and Chemical Engineering and Chemical Technology at Imperial College London. European academic and industrial partners include Swerea SICOMP, INASCO Hella, Chalmers, Advanced Composites Group, Nanocyl, Volvo Car Corporation, Bundesanstalt Fur Material forschung undprufung, ETC Battery and Fuel Cells Sweden.


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