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Nissan Leaf vs. Toyota Auris HSD – Von Äpfeln und Birnen

Geschrieben von: Thomas am 15.06.12  » Visionen - Via Blog

Glücklichen Fügungen war es zu verdanken, dass der Toyota Auris HSD und der Nissan Leaf sich auf neutralem Boden treffen konnten.

(Aufgrund technischer Probleme kann der Artikel momentan nicht mit den dafür vorgesehenen Fotos versehen werde, ich bitte um Entschuldigung, Bilder werden nachgereicht.)

Vor einigen Tagen habe ich eine Nachricht von meinem Blogger-Kollegen Fabian Meßner von autophorie.de erhalten, ob wir nicht ein Treffen zwischen dem ihm zur Verfügung gestellten Toyota Auris Hybrid und dem mir für die „The-Big-Turn-On“ Kampagne überlassenen Nissan Leaf einfädeln könnten. Gesagt, getan und so haben wir uns vergangenen Dienstag in Tübingen getroffen und die beiden Fahrzeuge durch den Tübinger Stadtverkehr gequält.

Die erste Übung bestand wie geplant im Autotausch damit wir uns ein genaueres Bild vom Fahrzeug des jeweils anderen machen konnten. Bei meiner Fahrt mit dem Auris HSD fiel sofort die eklatante Leistungsdifferenz zwischen den beiden Fahrzeugen auf. Dabei hat das Hybridauto von Toyota mit 73 kW / 99 PS gerade einmal 10 PS weniger als das mit 80 kW / 109 PS bestückte Elektroauto. Zudem wiegt der Nissan Leaf 1.580 kg was ziemlich genau 100 kg mehr sind als der Auris HSD auf die Wage bringt.

Auch in ihrer Größe liegen die beiden Fahrzeuge nahezu gleichauf. Der Toyota ist mit 4,25 m Länge, 1,76 m Breite und 1,51 m Höhe kaum kleiner als der Leaf der mit einer Länge von 4,45 m, einer Breite von 1,77 m und einer Höhe von 1,55 m aufwartet. Der Auris schaut allerdings Dank seiner weicheren Linien gefälliger aus als der Leaf, der äußerlich mit seinen scharfen Kanten und Linien den Technokraten unter den beiden Autos gibt. Trotzdem fühlt sich der Auris im Vergleich zum Leaf im Stadtverkehr so zugeschnürt wie ein Sack Kartoffeln an.

Das liegt nicht etwa an den Werten des obligatorischen Sprints von 0 auf 100 km/h, darin liegen beide nur knapp unter der 12 Sekunden-Marke, was keineswegs als sportlich gilt. Der Große Unterschied liegt im maximal zur Verfügung stehenden Drehmoment in Verbindung mit der Übersetzung. So kann der Leaf mit 280 Nm aufwartet die Dank des Elektromotors quasi aus dem Stand anliegen und liefert damit fast das Doppelte der 142 Nm des Toyota Auris, die erst bei einer Motordrehzahl von 4.000 U/Min an der Vorderachse anliegen. Zudem ist das zähe Ansprechverhalten des Auris HSD auch der mit 3,267 deutlich zu lang geratenen Getriebeübersetzung zuzuschreiben. Die mag Überland vielleicht Sinn machen, in der Stadt macht sie den Auris aber eher zum Langweiler. Ganz im Gegenteil dazu der Leaf. Der stemmt seine 280 Nm mir-nichts-dir-nichts auf die Vorderräder und fährt zumindest in der Stadt fast jedem anderen Auto davon. Zumindest solange es geradeaus geht ist das Elektroauto kaum zu schlagen. Um Kurven kann der Auris aber dank strafferer Fahrwerksabstimmung und geringerem Gewicht punkten.

Die Charaktere der beiden Autos könnten also trotz fast identischer Leistungsdaten nicht unterschiedlicher sein. Die technischen Ansätze sind jedoch zwei grundverschiedene. Was bleibt ist der gemeinsame Gedanke von Toyota und Nissan, dass die Zukunft der individuellen Mobilität in nachhaltigen Antriebstechnologien liegt.

Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zum Artikel auf autophorie.de: Nissan Leaf – Elektroauto Kurztrip

Aufgrund technischer Probleme kann der Artikel momentan nicht mit den dafür vorgesehenen Fotos versehen werde, ich bitte um Entschuldigung, Bilder werden nachgereicht.

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