Auf dem “Ford Reveal” Event im F&E-Zentrum Aachen habe ich und einige Kollegen viel über die Zukunft von Ford erfahren dürfen.
Die Forschungs- und Entwicklungseinrichtung von Ford Europa in Aachen zählt zu den maßgeblichen Forschungseinrichtungen, wenn es um Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellen-Antriebe geht. Darüber hinaus werden an diesem Standort innovative Werkstoffe, Leichtbau-Konstruktionen und reibungsverlustarme Beschichtungen für den Einsatz in Serienfahrzeugen vorbereitet. 280 Ingenieure, Techniker und Spezialisten kümmern sich hier um Technologien für zukünftige Fahrzeuge von Ford.
Unter anderem hat ein Großteil der Entwicklung des Ford Focus Electric der noch in diesem Jahr auf den Markt kommen wird in Aachen stattgefunden. Das Elektroauto wird von einem 105 kW / 141 PS leistenden Elektromotor der mit starken 320 Nm max. angerieben. Mit den 23 kWh Strom die die 98 luftgekühlten Lithium-Ionen Akkus fassen, kommt der batterieelektrische Focus auf eine Reichweite von bis zu 160 km. In maximal 6 Stunden sollen die Batterien an der haushaltsüblichen Steckdose mit dem verbauten 6,6 kW Ladegerät wieder voll geladen werden können. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h.
Im Bereich der erneuerbaren Werkstoffe konzentriert sich Ford in der Fahrzeugproduktion auf Sisal, eine Faser die aus einer bestimmten Art der Agaven gewonnen wird. Aber auch Verbundwerkstoffe aus Plastik und Hanf sind von großer Bedeutung für Ford. Längst werden Kenaf-, Flachs- und Holzfasern eingesetzt. So bestehen zum Beispiel die Türverkleidungen des neuen Ford B-MAX bereits zu gut 50 Prozent aus wiederverwertbarem, natürlichem Flachs. An weiteren Einsatzgebieten wird gearbeitet. Ermöglicht wird dies durch eine spezielle Spritzguss-Technologie, die Ford ursprünglich für den anteiligen Einsatz von Weizenstroh entwickelt hat und die nun auch für die Verarbeitung von Sisal und Hanf genutzt werden soll. Dabei entstehen zum Beispiel Batterie-Halterungen und Motorabdeckungen aus modernen Verbundwerkstoffen. Deren Vorteil: Sie überzeugen durch geringeres Gewicht, zugleich liegt die Fertigungstemperatur um 40 Grad Celsius niedriger – auch dies spart Energie.
Ford arbeitet aber auch an der Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen seiner Fahrzeuge. So wird die kommende Generation des Ford Mondeo mit einem Gurtairbag für die Fondpassagiere zu haben sein, der die hohen Belastungen auf den Brustkorb, Kopf und Nacken der Passagiere im Falle eines Aufpralles mindern soll. „Wir haben das neue System intensiv mit Crashtest-Dummys in allen Größen und Ausführungen getestet – es bietet im Vergleich zu konventionellen Gurtsystemen ein hohes Maß an Extraschutz“, betont Jörg Döring, Entwicklungs-Ingenieur für Sicherheitsgurte von Ford Europa. „Durch die Verknüpfung der Vorteile von Airbags und Sicherheitsgurten ist uns ein wichtiger Schritt nach vorne gelungen. Diese Technologie ist bis dato auf dem europäischen Markt nicht erhältlich.“ In den USA ist der Gurtairbag schon seit vergangenem Jahr im Ford Explorer erhältlich und erfreut sich großer Beliebtheit, etwa 40 % der Käufer bestellen die zusätzliche Sicherheit für die Fondpassagiere.
Aber nicht nur mit reaktiven sondern auch mit aktiven Sicherheitssystemen versucht Ford seine Insassen zu schützen. So greift das „Active City Stop“ System etwa dann ein, wenn die nach vorne gerichteten LIDAR-Sensoren (Licht- und Abstandssensor) ein Hindernis erkennen, vom Fahrer jedoch keine Reaktion festzustellen ist, weil dieser die Situation nicht erkennt oder falsch einschätzt. Bei Geschwindigkeiten unterhalb von 15 km/h, kann „Active City Stop“ sogar Kollisionen verhindern.
greenmotorsblog.de
Original: Hybrid, Elektro, Gas, Brennstoffzelle … - greenmotorsblog.de


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