Die Verbraucher glaubten diesen Geschichten, obwohl sich im späteren Verlauf des Jahres heraus stellte, dass die Gerüchte in den meisten Fällen ganz und gar sinnlos gewesen waren. Ende des Jahres wurde bekannt, dass über 90 Prozent der Autos, die vorher Superbenzin getankt hatten, auch E10 vertragen würden. Das negative Bild des Treibstoffs hatte sich dennoch in den Köpfen der Autofahrer festgesetzt und hatte seither keine Chance, sich zu verändern.
Gegen alternative Antriebe haben die meisten Fahrer nichts einzuwenden. Auch wenn sich diesem Trend noch nicht jeder anschließen möchte, so sind doch Hybridfahrzeuge inzwischen relativ beliebt auf deutschen Straßen. Die Hersteller kommen mit dem Schaffen neuer Modelle kaum hinterher. Jedes Jahr rollen neue Innovationen vom Laufband, so wie der CR-Z Hybrid und der Honda Civic Type S des japanischen Herstellers Honda. Dieser Erfolg ist bei der Einführung des Biotreibstoffs leider ausgeblieben. Dabei hatte sich die Politik damit einen großen Durchbruch erhofft. Zunächst einmal sollte der pflanzliche Anteil dazu beitragen, den CO2 Ausstoß, verursacht durch den Autoverkehr, einzudämmen. Außerdem versprach man sich von der Einführung von E10 die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Von den Verbrauchern wurde dieses Konzept jedoch nicht angenommen. Man kann es als einen regelrechten Kaufstreik bezeichnen, der sich seit über einem Jahr an den Tankstellen abspielt. Viele sind darüber empört, dass der Verbrauch etwas höher liegt als bei anderen Treibstoffen, bei etwa 1,5 Prozent. Das liegt an dem geringeren Energiegehalt. Alles in allem kann man wohl sagen, dass das Projekt E10 in Deutschland gescheitert ist. Vielleicht sollte man sich ab jetzt lieber um die Förderung anderer alternativer Antriebe bemühen und das Thema E10 vernachlässigen.
Bildquelle: Wikipedia


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