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Crazy Dänemark Pölser & V8 Review

Written by Sandmann am 15.10.09  » People and Engines - Article

Den danske Dannebro
Den danske Dannebro
Tag 1. Herbst 2007

Die Ankunft. Schlafend und riechend.

Die Füße im Feuer. Conrad Ferdinand Meyer.
Die Füße im Feuer. Conrad Ferdinand Meyer.
Liebes Tagebuch. Mein Freund der Örg und ich und sind mit der Mira und der Khania und der Chrissi und der Emma und der Morlin zu den Wikingern nach Dänemark gefahren. Das ist ganz toll da. Schon auf dem Weg da hin haben wir ganz viel erlebt, denn der Audi ist ganz doll vollgestopft und wir selbst sind da kaum mehr richtig reingegangen. Das kennst du ja. Zwei schöne Sachen möchte ich dir heute gern erzählen, die eine ist ganz niedlich und die andere ein bisschen ekelig.

Also ich fang mal mit der niedlichen Sache an.

Solange sie schlafen, sündigen sie nicht.Wir haben unsere Bettchen alle auf dem Rücksitz ausgebreitet und uns dann da raufgesetzt. Und alles,

Sich faltende Bordercollies in Fußräumen
Sich faltende Bordercollies in Fußräumen
was nicht mehr rein gepasst hat (Fahrräder, Holz für den Kaminofen, Ohrringe) haben wir zum Örg in den VW-Bus geworfen. Der VW-Bus vom Örg fährt aber nur 80 Stundenkilometer. Das ist auf der Autobahn echt ganz doll langweilig. Und mein Tempomat ist ja auch kaputt. Die Khania und die Chrissi finden das auch ganz langweilig und schlafen den Schlaf der angehenden jugendlichen Teenager, jede mit ihrem individuellen MP3-Player im Ohr, abgeschottet von der Welt um sie herum. Die Morlin auch. Ohne MP3-Player. Niedlich, ne?

Es gibt Navis, die heißen Mira.Die Mira navigiert besser als TomTom's Lisa, zumindest, wenn sie nicht in ein angrenzendes Waldgebiet geht, um mal ihre Notdurft zu verrichten. Da navigiert sie dann nämlich zielstrebig in gleiches Produkt eines menschlichen Vorgängers und verteilt dieses an ihren Stiefeln quer durch das Auto vom Örg und auf meiner Hose. Das ist ein bisschen ekelig. Mit ganz viel Wasser und einigem Stockmaterial bekommen wir vieles geregelt, aber es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Socken lassen sich in warmer Audiluft trocknen, aber was machen wir mit den kontaminierten Stiefeln?

Vortäuschung einer StraftatIch klemme sie hinten in die Kofferraumklappe, damit sie auf dem Rest der Strecke ein wenig an Aroma verlieren. Primär eine gute Idee, sekundär ein wenig zu viel Aufmerksamkeit erregend. Der Örg schafft es aufgrund mangelnder Motorleistung nicht immer, im Verkehrsfluss mit dem Bus hinter dem Audi zu bleiben, so dass sich böse andere dänische Autos dazwischen drängen. Und diese besorgten südskandinavischen Arbeitnehmer weisen uns regelmäßig mit freundlichen Lichtsignalen und wedelnden Pölserhänden darauf hin, dass wir entweder a) Gepäck verlieren oder b) jemand in unserem Kofferraum eingeklemmt ist. In beiden Fällen mache ich wissende Gesten und ernte in aller Regel angewiedertes Kopfschütteln der vorwiegend weiblichen Beifahrerinnen. Die Deutschen sind ja so geschmacklos in ihrem Humor. Ich gebe aber zu, dass man dieses durchaus denken KANN... Und schon sind wir angekommen.

Der eine vordere Zahn von der Emma wackelt ganz dolle. Morgen wollen der Örg und ich den mit dem Audi rausziehen, mit einem Bindfaden, am Strand. Da freu ich mich drauf. Aber jetzt bringe ich meiner Tochter erstmal Auto fahren bei. Bis morgen und gute Nacht.

Sandmann

HIER geht es zum zweiten Tag.

 

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