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Opel Ampera – 3 Tage mit dem Range-Extender in Berlin

Written by Thomas am 20.06.12  » Visions - Via Blog

Range-ExtenderDrei Tage lang konnte ich mir in der Hauptstadt einen (bleibenden) Eindruck vom Opel Ampera machen.

Los ging es am Samstag direkt vom Flughafen Berlin Tegel. Dort empfangen wurden mir zunächst die technischen Details und die Funktionsweise des Range-Extender-Systems des Ampera erläutert. Kurze Zeit darauf war ich auch schon alleine mit dem noch aus der Vorserie stammenden Fahrzeug unterwegs.

Was mir als erstes aufgefallen ist: Der Aufmerksamkeitsfaktor des Ampera ist enorm hoch. An kaum einer Kreuzung, kaum einem Fußgängerüberweg, generell kaum einer Straße wird man nicht bemerkt. Die Leute bleiben stehen, bewundern, lauschen und hören, erst einmal, nichts.

Range-ExtenderLautlos, wenn man vom Geräusch des von mir selten verwendeten Klimakompressors einmal absieht, steht er da. Und auch beim Anfahren hört man nicht fiel mehr als ein leises Summen.

Fahrleistungen

Einmal losgefahren wird recht schnell klar, dass Opel den Ampera nicht als weichgespülten Gleiter entwickelt hat, sondern als sportliche Limousine. Nicht unkomfortabel, ganz im Gegenteil, lässt der Ampera aber eine angenehm direkte Rückmeldung von der Straße zu. In Kombination mit den typischen Fahrleistungen eines Elektroantriebs macht das Auto richtig Spaß. Zumindest in der Stadt ist der Ampera mit 111 kW / 150 PS und mächtigen 370 Nm max. Drehmoment ein Genuss. Jeder Ampelstart kann damit zur Überraschung für die anderen Autofahrer werden. Kaum jemand erwartet, dass ein so großes Auto aus dem Stand so flink ist. Autobahn- oder Überlandfahrten waren mir aufgrund meines Zeitplans leider nicht möglich. Laut Opel ist aber der obligatorische Sprint von 0 auf 100 km/h in etwa 9 Sekunden bewältigt, bei 161 km/h Höchstgeschwindigkeit ist dann aber Schluss.

Range-ExtenderEnergieeffizienz

Sportlich wie der Ampera daherkommt habe ich ihn dann auch gefahren. Die im NEFZ-Zyklus gemessenen 83 km rein batterieelektrische Reichweite habe ich damit nicht erreicht. Mit meinem unsensiblen Gasfuß bin in etwa auf die Hälfte gekommen, was im Prospekt des Ampera immer noch als „typische Reichweite“ (zw. 40 und 80 km) gilt. Dafür habe ich aber auch die vollen Beschleunigungswerte bis 50 km/h reichlich genossen. Hätte ich eine etwas weniger forsche Gangart gewählt, so wären locker 60 km rein elektrisch drin gewesen.

Range-ExtenderInsgesamt habe ich knapp 120 km zurückgelegt und das ausschließlich im Stadtverkehr und ohne die Möglichkeit die 16 kWh fassende Lithium-Ionen Batterieeinheit nachladen zu können. Selbst wenn ich diese gehabt hätte hätte ich sie nicht genutzt. Ich wollte wissen wie hoch der Benzin-Verbrauch des verbauten Range-Extenders ist, wenn er primär als Energiequelle zur Stromerzeugung genutzt wird. Als ich den Ampera wieder ablieferte lag ich bei 5,4 Litern auf 100 km. Und trotzdem. Für ein Auto in dieser Größe und mit einem Gewicht von immerhin 1.732 kg ist das für den Stadtverkehr ein ziemlich akzeptabler Wert. Wie vorhin aber bereits erwähnt mit wenig ökonomischer Fahrweise, es wäre deutlich mehr bzw. weniger drin gewesen. Und hätte ich die Batterieeinheit über Nacht aufgeladen, so wäre ich mit dem Range-Extender-System gar nie in den Bereich gekommen, dass der kleine Dreizylinder aus dem Opelregal hätte anspringen müssen. Für meinen ersten Eindruck vom Ampera war mir das aber wichtig.

Fazit

Wer im Straßenverkehr mehr auffallen möchte als ein 911er das tut und mit bis zu vier Personen sportlich ambitioniert unterwegs sein möchte, wenn es sein muss auch bis Italien, ohne auch nur einen Tropfen Kraftstoff verbrauchen zu müssen der ist mit dem Opel Ampera sehr sehr gut bedient.

Zu diesem Glück braucht es dann nur noch 42.990 € und die Geduld bis der Wagen in der Auffahrt steht.

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Original: Hybrid, Elektro, Gas, Brennstoffzelle … - greenmotorsblog.de


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